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Rezensionen zum Buch: Mythos Mount Everest

>> Die Zeit: Lesezeichen: Everest für alle
von Wolfgang Albers

Der Mount Everest sei, so sagen mit verächtlichem Unterton die Kritiker, zum Sportgerät geworden. Iris Hadbawnik dagegen spricht vom Sportlerparadies. Die 40-jährige Ultraläuferin steht für eine Generation, die die großen Namen der Everest-Geschichte zwar noch bewundert, sich ihre Ansichten und Kontroversen aber nicht mehr zu eigen macht.

Erst recht nicht die Idee, den Berg nur einer Leistungselite zugänglich zu machen. Für sie ist das Everest-Gebiet ein spannendes Ziel für Gleitschirmflieger, Marathonläufer, Apnoetaucher – und natürlich für Gipfelaspiranten, die dort das Glück suchen, eine selbst auferlegte Leistung zu erbringen.

Was das am Everest bedeutet, schildert Hadbawnik in vielen Porträts, etwa über eine Familie, die zum Gipfel gegangen ist, aber auch über einen blinden Bergsteiger, der noch eine Gelegenheit sucht, dort hinaufzukommen. "Sollte man Menschen verurteilen, die ihre Träume ausleben?", fragt die Autorin – und hilft mit vielen praktischen Exkursen zum Thema Höhenbergsteigen. Auch wenn sich am Berg die Menschenmassen stauen – Iris Hadbawnik hat Verständnis für all die Hobbybergsteiger, Menschen mit Handicap oder Senioren, die sich dort einreihen. "Sie betreiben", so befindet die Autorin, "eine Leidenschaft, für die es sich zu leben lohnt."
31. Oktober 2013

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>> Condition 10/2013: Buchtipp: Mythos Mount Everest
Dieses Jahr im Mai waren es 60 Jahre, dass Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen den Mount Everest bestiegen. Auch heute noch zieht der 8848 Meter hohe Berg Menschen aus aller Welt an. Mythos Mount Everest nähert sich dem höchsten Berg der Erde aus der Perspektive der Frankfurter Journalistin, Ultraläuferin und Ironwoman Iris Hadbawnik. Dabei wird neben der Historie, Rekorden, kuriosen Ereignissen und aktuellen Geschehnissen am Berg ein Blick auf die unterschiedlichsten Sportler - und das sind bei weitem nicht nur Bergsteiger - geworfen, die vom Berg der Berge nahezu magisch angezogen werden. Ein eigenes Kapitel widmet sich den mittlerweile zahlreichen Laufwettbewerben in der Region um den Mount Everest.

Der "Tenzing Hillary Everest Marathon" wird näher vorgestellt, welcher mit dem Start im Basislager auf 5364 Metern seit 10 Jahren (Premiere im Jahre 2003) der höchste Marathon der Welt ist. Mit Dawa Dachhiri Sherpa kommt eine der schillerndsten Figuren der Ultratrailrunning-Szene zu Wort. Die Autorin sprach mit dem Österreicher Helmut Linzbichler, der mit 67 Jahren der älteste Europäer ist, der je auf dem Everest stand und außerdem gleich im Anschluss an seine erfolgreiche Besteigung den Tenzing Hillary Everest Marathon absolvierte. Eine bisher einzigartige Leistung! Hadbawnik berichtet von einem Apnoetaucher, der in den Gokyo-Seen am Fuße des Everest den höchsten Freitauchgang der Welt absolvierte und von Stefan Gatt aus Wien, der den Abstieg vom Gipfel mit dem Snowboard bewältigte. Auch Schwimmer, Radfahrer und Gleitschirmflieger trifft man am Everest.

Das Buch beschreibt die Faszination des Berges, aber auch zahlreiche faszinierende Persönlichkeiten. Darüber hinaus ist es nicht nur für Bergsteiger interessant, sondern für alle, die das Abenteuer lieben. Neben Rekorden, Helden, Routen, Besteigungsgeschichte, tragischen Figuren, Daten, Zahlen, Fakten kommen auch die negativen Aspekte zu Wort. Vor allem der Massentourismus, die Müllprobleme und die Gefahren einer Besteigung. Es beleuchtet auch die kontroversen Diskussionen um die Besteigung mit oder ohne Sauerstoff.

Das opulent bebilderte Buch besticht durch zahlreiche faszinierende Fotos, die keinen Leser kalt lassen. Die Autorin hat vor zwei Jahren im gleichen Verlag bereits das Buch "Bis ans Limit - Faszination Extremsport" publiziert.

Vorwort von Bergsteigerlegende Kurt Diemberger.

Gelesen und besprochen von Stefan Schlett

Condition, Ausgabe 10/2013

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>> laufreport.de: Buchtipp: Mythos Mount Everest

Dieses Jahr im Mai waren es 60 Jahre, dass Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen den Mount Everest bestiegen. Auch heute noch zieht der 8848 Meter hohe Berg Menschen aus aller Welt an. Mythos Mount Everest nähert sich dem höchsten Berg der Erde aus der Perspektive der Frankfurter Journalistin, Ultraläuferin und Ironwoman Iris Hadbawnik. Dabei wird neben der Historie, Rekorden, kuriosen Ereignissen und aktuellen Geschehnissen am Berg ein Blick auf die unterschiedlichsten Sportler - und das sind bei weitem nicht nur Bergsteiger - geworfen, die vom Berg der Berge nahezu magisch angezogen werden. Ein eigenes Kapitel widmet sich den mittlerweile zahlreichen Laufwettbewerben in der Region um den Mount Everest.

Der "Tenzing Hillary Everest Marathon" wird näher vorgestellt, welcher mit dem Start im Basislager auf 5364 Metern seit 10 Jahren (Premiere im Jahre 2003) der höchste Marathon der Welt ist. Mit Dawa Dachhiri Sherpa kommt eine der schillerndsten Figuren der Ultratrailrunning-Szene zu Wort. Die Autorin sprach mit dem Österreicher Helmut Linzbichler, der mit 67 Jahren der älteste Europäer ist, der je auf dem Everest stand und außerdem gleich im Anschluss an seine erfolgreiche Besteigung den Tenzing Hillary Everest Marathon absolvierte. Eine bisher einzigartige Leistung! Hadbawnik berichtet von einem Apnoetaucher, der in den Gokyo-Seen am Fuße des Everest den höchsten Freitauchgang der Welt absolvierte und von Stefan Gatt aus Wien, der den Abstieg vom Gipfel mit dem Snowboard bewältigte. Auch Schwimmer, Radfahrer und Gleitschirmflieger trifft man am Everest.

Das Buch beschreibt die Faszination des Berges, aber auch zahlreiche faszinierende Persönlichkeiten. Darüber hinaus ist es nicht nur für Bergsteiger interessant, sondern für alle, die das Abenteuer lieben. Neben Rekorden, Helden, Routen, Besteigungsgeschichte, tragischen Figuren, Daten, Zahlen, Fakten kommen auch die negativen Aspekte zu Wort. Vor allem der Massentourismus, die Müllprobleme und die Gefahren einer Besteigung. Es beleuchtet auch die kontroversen Diskussionen um die Besteigung mit oder ohne Sauerstoff.

Das opulent bebilderte Buch besticht durch zahlreiche faszinierende Fotos, die keinen Leser kalt lassen. Die Autorin hat vor zwei Jahren im gleichen Verlag bereits das Buch "Bis ans Limit - Faszination Extremsport" publiziert. Die Rezension darüber ist von Werner Sonntag in der Rubrik "Lesezirkel" nachzulesen.

Vorwort von Bergsteigerlegende Kurt Diemberger.

Gelesen und besprochen von Stefan Schlett
Oktober 2013

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>> DAV Panorama: 60 Jahre Everest-Besteigung: Hoch und tief
[...]
Mythos Mount Everest: Iris Hadbawnik stand zwar selbst nicht am Gipfel, war aber im Himalaya und hat dort den „Mythos Mount Everest“ selbst miterlebt. Sie hat persönliche Erlebnisse unbekannterer Bergsportler zusammengestellt. Zusätzlich gibt sie praktische Informationen zur Besteigung, geht auf
geschichtliche Hintergründe ein und nimmt auch kritische Themen wie das Müllproblem unter die Lupe.

[..]

erschienen im Heft DAV Panorama, 04/2013

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>> Fit for Life: Mythos Mount Everest
Die jüngsten Ereignisse um den Schweizer Bergsteiger Ueli Steck haben den Mount Everest auch hierzulande wieder in den Fokus gerückt. Die Frankfurter Journalistin, Ultraläuferin und Ironman-Athletin Iris Hadbawnik wirft in ihrem Buch neben der Historie, Rekorden, kuriosen Ereignissen und aktuelle Geschehenissen am höchsten Berg der Welt einen Blick auf die unterschiedlichsten Sportler, die vom Everest nahezu magisch angezogen werden. Ein weiteres Kapitel widmet sie den mittlerweile zahlreichen Laufwettbewerben in der Region.

Fit for Life, Juli 2013 aus der Rubrik Cooldown

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>>liesmalwieder.de: Mythos Mount Everest

Den Mount Everest zu bezwingen und auf dem Dach der Welt zu stehen, ist für viele Menschen ein Traum.

Aber es sind nicht nur Profisportler, die der Berg anzieht. Auch Menschen im vorgerückten Alter, mit Handicap oder nach überstandenen Lebenskrisen wagen sich an diese Herausforderung. Was treibt sie an? Iris Hadbawnik porträtiert in diesem Buch Bergsteiger, die auf dem legendären Gipfel standen oder an ihm scheiterten.
Sie sprach mit ihnen über ihre ganz persönlichen Motive und die Abenteuer, die sie am Berg erlebten. Zudem schildert die Autorin die spannende Besteigungsgeschichte, erklärt, wieso es auch heute noch zu zahlreichen Todesfällen am Mount Everest kommt, und berichtet von außergewöhnlichen Rekorden.
Außerdem zeigt sie, dass der Mount Everest nicht nur für Bergsteiger Anziehungskraft besitzt: Auch Läufer, Radfahrer, Snowboarder, Schwimmer, Apnoetaucher und Gleitschirmflieger können dort ihre Träume leben.

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>>gedankenspinner.de: Mythos Mount Everest

Iris Hadbawnik wollte dem Mythos Mount Everest nachgehen und hat sich daher intensiv mit diesem höchsten Gipfel auseinandergesetzt. Seit den ersten Pionieren George Mallory und Andrew Irvine, die 1924 ein bis heute ungeklärtes Schicksal ereilte und der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay im Mai 1953 hat sich vieles geändert. In den Basislagern lauern zuweilen einige hundert Bergsteiger auf ein Schönwetterfenster. Ihnen wird zwar der Aufstieg durch Sauerstoff und jedes Jahr neu angebrachte Fixseile erleichtert, doch vor Erfrierungen, plötzlich aufkommende Winde und Schneefälle, Erschöpfung und nachlassende Kräfte aus Selbstüberschätzung sind sie nicht gefeit. Interessant sind in diesem Zusammenhang erwähnte neueste Erkenntnisse über unsere modernen Synthetikfasern im Vergleich zu der altertümlichen Kleidung der Pioniere.

Die Autorin verweist mit einer Statistik auf die Toten, die der Mount Everest jedes Jahr fordert und listet die Ursachen. Ein eigener Beitrag geht auf die Höhenkrankheit ein, ihre Auslöser und Verhaltensregeln. Eine Akklimatisierung, die deutlich über acht Wochen liegen sollte, ist unbedingt nötig. Für die Sherpa, die sowohl eine Expedition leiten können und als Träger oftmals unverzichtbar sind, ist die sofortige Umkehr dringend geraten, wenn der Gipfel nicht bis 11 Uhr erreicht ist. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass ihre Warnungen nicht befolgt werden. Die vom Gipfelsieg Besessenen steigen alleine weiter auf, was sie meistens mit ihrem Leben bezahlen.

Iris Hadbawnik hat Russell Brice interviewt, der als verantwortungsvoller Expeditionsleiter beste Erfolge vorweisen kann und auch Jochen Hemmleb, der zum Team gehörte, das auf die sterblichen Überreste von Edmund Hillary gestoßen ist. Sie zitiert Gerlinde Kaltenbrunner und Reinhold Messner, der zusammen mit Peter Haberle im Mai 1978 ohne Sauerstoff den Gipfel erreicht hat. Weiter stellt sie mit Junko Tabei die erste Frau auf dem Mount Everest vor und auch die ältesten und jüngsten Gipfelstürmer. Der Leser erfährt, wer am häufigsten und wer in kürzester Zeit auf dem Dach der Welt stand, wer der erste Blinde war, welche Familie es als erste geschafft hat und wer sich sogar oben „getraut“ hat. Das Thema Müllentsorgung wird von der Autorin angesprochen, das Für und Wider zusätzlich zugeführten Sauerstoffs und welche Veränderungen die Besteigung bei den Betroffenen ausgelöst hat.

Das Buch Mythos Mount Everest bietet jede Menge interessantes Hintergrundwissen, das Iris Hadbawnik zusammengestellt hat. Außer umfangreichen statistischen Daten liefert das Buch viele spektakuläre und spannende Geschichten unternommener Expeditionen, wie beispielsweise ein Bericht über Alison Hargreaves und seinen Sohn Tom Ballard. Darüber hinaus glänzt das Buch mit vielen grandiosen Aufnahmen, die jedes Bergsteigerherz höher schlagen lassen. Doch die Autorin verschweigt auch nicht, dass neben einer absoluten Fitness eine Genehmigung zur Expedition eingeholt werden muss, die nur begrenzt ausgegeben wird und dass die Kosten für einen dieser begehrten Expeditionsplätze zwischen 14.000 und 86.000 Euro betragen.

Iris Hadbawnik, Mythos Mount Everest, Verlag Die Werkstatt 2013, Paperback, 224 Seiten, mit zahlreichen Farbfotos, ISBN 978-3-7307-0007-5, Preis: 19,90 Euro.

27. Juni 2013 | Beatrix Alfs

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>>Saarbrücker Zeitung: Von der Faszination, die der Mount Everest für viele Menschen hat
Die 8850 Meter hohe „Göttinmutter der Erde“ im Himalaya, wie der höchste Berg der Erde von Einheimischen genannt wird, übt auf viele Menschen aus aller Welt eine große Faszination aus. Iris Hadbawnik setzt sich im Buch „Mythos Mount Everest – Ein Berg wird erobert“ mit diesem Phänomen auseinander. (Veröffentlicht am 26.06.2013)

60 Jahre nach der Erstbesteigung von 1953 berichtet Hadbawnik von Bergsteigern, die auf dem legendären Gipfel standen oder beim Versuch, ihn zu erklimmen, scheiterten. Und es kommen Normalsportler zu Wort, die aus einem ganz besonderen Anlass den Mount Everest bezwangen beziehungsweise „eroberten“.

Sehr interessant sind auch die Kapitel über den sogenannten Expeditionstourismus, die Todesfälle, die Vermüllung und über Sportler, die im Schatten des Berggiganten Marathonläufe absolvieren, mit dem Gleitschirm fliegen oder in eiskalten Seen tauchen und schwimmen. Für Hadbawnik steht der Mount Everest letztlich als Symbol für das persönliche Streben nach einem „Gipfel des Glücks“.

Iris Hadbawnik: Mythos Mount Everest – Ein Berg wird erobert, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2013, 224 Seiten, ISBN 978-3-7307-0007-5, 19,90 Euro.

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>> Hannoversche Allgemeine Zeitung: Neue Bergbücher
Buchvorstellung:

„Mythos Everest – Ein Bergwird erobert“: Geschichte und Geschichtenvom höchsten Berg. Gutgegliedert, bunt bebildert.Die Werkstatt, 16,99 Euro

erschienen in der Printausgabe vom 12. Juni 2013

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>>br.de: Rucksackradio
Das Buch "Mythos Mount Everest - Ein Berg wird erobert" von Iris Hadbawnik wurde an folgenden Tagen im Hörfunk des Bayerischen Rundfunks von der Moderatorin Andrea Zinnecker rezensiert.

Die Sendezeiten des Hörfunkbeitrages:
Samstag, 8.6.2013, Bayern 1 - Rucksackradio, 5.02 - 7.00 Uhr
Sonntag, 9.6. 2013, B5 für Bergsteiger, 6.35 - 7.00 Uhr / Wh. 18.35 - 19.00 Uhr

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>>DMAX Magazin 02/Juni 2013: Auf der Suche nach dem Glückskick
In einem umfangreichen Artikel zum Thema Extremsport werden die Bücher "Mythos Mount Everest" und "Bis ans Limit - und darüber hinaus" als Lesetipp vorgestellt.

von Daniel Grosse

Quelle: DMAX Magazin, Juni 2013 – Von Daniel Grosse, Journalist aus Marburg

Ein Auszug mit Erweiterungen als Leseprobe:

Nicht von dieser Welt – Auf der Suche nach dem Glückskick

Sie sind schnell, mutig, stark, ausdauernd, zäh, perfekt trainiert, kontrolliert. Und sie erzählen mit dem, was sie tun, packende Geschichten. Die Suche nach Glück treibt diese Menschen an. Ihre Welt ist der Sport. Sie sind Extremsportler. Und niemals wird über einem Geschäft ein Schild hängen mit der Aufschrift: Zubehör für Extremsport. Die Ausnahme-Athleten besorgen sich ihre Seile, Steigeisen, Mountainbikes, Flossen, Gleitschirme, Wing-Suits oder Laufschuhe bei zig Firmen und Herstellern.

Von Daniel Grosse, Journalist aus Marburg

„Well, George, we finally knocked the bastard off“ – George, wir haben den Bastard letztlich doch bezwungen. Edmund Hillarys erste Worte nach seinem Abstieg an seinen langjährigen Freund George Lowe. Ganz oben war Hillary gewesen, höher geht es nicht auf Erden: auf dem Gipfel des Mount Everest. Gemeinsam mit seinem Sherpa Tenzing Norgay war er der erste Mensch, der den 8.850 Meter hohen Berggiganten bezwang. Vor genau 60 Jahren schafften die beiden damit das schier Unmögliche. Am 29. Mai 1953 um 11.30 Uhr.

Auch Reinhold Messner bestieg Ende der 1970er-Jahre den Everest, gemeinsam mit Peter Habeler. Und zwar als erste Menschen ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff. Und der US-Amerikaner Erik Weihenmayer folgte dem Mythos Mount Everest 2001. Auch er kämpfte sich durch Fels, Geröll, Schnee, die Höhe und über extreme Abgründe. Und gelangte auf das Dach der Welt. Nur sehen konnte der Bergsteiger das Panorama von dort oben nicht. Weihenmeyer ist blind – und gilt bis heute als der einzige Blinde, der bislang den Gipfel des Mount Everest erreicht hat.

Noch ein Extrem: Wer auf dem Sofa sitzt und auf Youtube Dana Kunze zuschaut, wie dieser 1983 in Sea World, Kalifornien, von einer kleinen Plattform 52 Meter in die Tiefe Salto-schlagend in ein Wasserbecken springt, in Badehose und mit fest bandagierten Knien und Unterschenkeln, kommt ins Grübeln. Wer das sieht, stellt sich Fragen. Warum machen die das, riskieren ihr Leben bloß für den Sport. Warum laufen sie beim Marathon des Sables 240 Kilometer quer durch die Sahara oder tauchen frei in unsagbare Tiefen des Meeres? Die Vorliebe für Extremsport liege zumindest teilweise in den Genen, haben Forscher herausgefunden. Es geht um die Suche nach Glück. Extremsportler loten ihre eigenen physischen und psychischen Grenzen aus. Sie leben ihre ganz eigenen Träume. Denn Wohlstand und das Anhäufen von Konsumgütern machen auf Dauer nicht glücklich. „Nachhaltig glücklich macht den Menschen nur, wenn er etwas geschafft oder etwas erreicht hat, was er vorher nicht für möglich gehalten hätte und dies trotz aller Widerstände realisiert hat“, erklärt Iris Hadbawnik, Ironman-Finisher, Marathon- und Ultraläuferin. Und dabei gehe es den meisten Extremsportlern nicht um den Wettkampf mit anderen, so Hadbawnik, die sich auch als Autorin mit Büchern wie „Bis ans Limit“ und „Mythos Mount Everest“ mit den extremen Formen des Sports auseinandergesetzt hat.

Menschen wie der High-Diver und Wasserspringer Dana Kunze bewegen sich irgendwo zwischen den Welten. Denn Sport kann vieles sein: extrem, funny, riskant, outdoor, gefährlich, gewagt, abseits des Alltäglichen. Und er fordert Leistung, in der die Sportler sich mit anderen messen. Was also unterscheidet Extremsportler von Leistungssportlern? „Meiner Meinung nach liegt der große Unterschied in der Motivation, mit der man an ein Ziel herangeht. Der Leistungssportler will einen Wettkampf gewinnen oder im Wettkampf seine Konkurrenten besiegen. Der Extremsportler ist oftmals ein Genussmensch“, sagt Iris Hadbawnik. Ihm gehe es in erster Linie nicht um das Siegen, sondern darum, seine persönlichen Ziele zu erreichen oder ein Projekt zu realisieren. WIE er das schafft, und DASS er dieses erreicht, treibt ihn an.

Extremsport hat eine lange Tradition. „Für mich ist der Ausgangspunkt der Alpinismus, es sind die englischen Aristokraten“, sagt Franz Bockrath, Sportwissenschaftler an der Technischen Universität Darmstadt. Sie gingen hinaus und hinauf auf die Berge und erzählten sich anschließend ihre Abenteuer in ihren exklusiven Clubs und in biografischen Aufzeichnungen. Das gibt es auch heute noch, nur anders. Öffentliche und private Medien etwa, Fernsehen und Internet, transportieren Bilder. Menschen präsentieren und beschreiben, was sie Verrücktes und Spektakuläres machen. Den medialen und sportlichen Höhepunkt bislang lieferte der Extremsportler Felix Baumgartner im Herbst 2012. Der Österreicher sprang vom Rande des Weltalls aus 39 Kilometern Höhe aus einer Kapsel in Richtung Erde. Als erster Mensch durchbrach er im freien Fall die Schallmauer.

Extremsport ist nichts fürs stille Kämmerlein. Extremsport möchte wahrgenommen werden. Extremsportler möchten packende Geschichten in packenden Bildern erzählen, um damit Emotionen zu wecken. Der Sportfilm „Fire and Ice – Feuer und Eis“ aus den 1980er-Jahren machte den Anfang. Willy Bogner als Regisseur und Kameramann zeigte spektakuläre Skiszenen, eingerahmt in eine Spielfilmhandlung. Poppige Musik beschleunigte das Visuelle. Schauspieler rasten zum Beispiel auf Skiern eine Bobbahn hinab. Auch James Bond sauste schon mehrmals halsbrecherchisch durch verschneite Landschaften. Aktuellere Filme sind Skifilme wie „Nothing else matters“ oder „Hurts so good“ aus der Freeskiszene. Auch „Where the trail ends“ aus der Welt der Mountainbiker gehört hierher.

Und es geht um Vermarktung. Schließlich sind Sportler längst Marken oder sie helfen Marken und Produkten, wahrgenommen, gekauft zu werden. Skimode war es in Bogners Film, andere laufen, springen oder fliegen für Getränke-Giganten mit einem roten Bullen im Logo.

Wo einerseits Extremsport mit dem Unternehmen, spektakulär präsentiert, wie verschweißt erscheint, punkten andere Firmen vor allem mit der Qualität ihrer Produkte. „Der Extremsport ist ein kleiner Markt, aber einer, bei dem Hersteller ihre Kompetenz ganz besonders unter Beweis stellen können“, sagt Adalbert von der Osten, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sportartikel-Industrie. Er wählt den Vergleich mit dem Leistungssport, wo die Produkte Extrembedingungen ausgesetzt werden. Sie müssen beweisen, dass sie funktionieren, leistungsfähig und belastbar sind und lange leben. „Ein Extremsportler würde niemals auf minderwertige Produkte setzen, er muss sich voll auf sie verlassen können. Unter Umständen hängt seine Sicherheit oder gar sein Leben davon ab“, sagt von der Osten. Technisierter werde wohl vieles werden im Extremsport. „Denken Sie nur an Lawinenpiepser, GPS und ähnliches. Wir erwarten dort positive Umsatzimpulse.“

Extremsport wird gleichzeitig exquisiter, teurer. „Man muss ihn sich leisten können“, sagt Professor Martin Kopp, Psychologe am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck. Neben der zunehmenden Technisierung kommt hinzu, dass die Startorte und Wirkungsstätten der Extrem-Athleten immer ausgefallener werden: höher, tiefer, abgelegener, kälter, heißer. Mehrere hundert Euro als Startgebühren plus immense Reisekosten plus Visagebühren sind teilweise zu stemmen. In manchen Disziplinen geht es günstiger im eigenen Land. Im Umfeld von Aachen könnte schon bald eine Extremsportarena entstehen. Ein Novum. Architekten, Kommunikations- und Produktdesigner kooperieren. Studententeams werden bei dem Sportarena-Projekt ihr Bestes geben. Ende des Sommers folgt die Endpräsentation.

Ob dann Männer und Frauen gleichermaßen das Extreme suchen? Wohl kaum. Extremsport ist eine Männerdomäne. Teresa Segbers hat jüngst in ihrer Masterarbeit einige Kriterien herausgearbeitet: relativ junge Männer, meist ledige Einzelgänger, kreativ und phantasievoll, mutig und aufgeschlossen, unangepasst. Obgleich auch Frauen inzwischen alle Achttausender bezwungen haben.

Nicht viele gehören in diese Kategorie der extremen Männer. Zum Extremsportler macht sie aber auch, dass sie teils vielseitig und in ihren Disziplinen sehr erfahren sind. So betreiben diese extremen Männer zum Beispiel schon seit Jugendzeiten Paragliding, Klettern, Bergsteigen, Wildwasser- und Meer-Kajakfahren, Eisklettern an gefrorenen Wasserfällen, Kitesurfing und Tauchen. Sie betreiben jede ihrer Sportart aus vollem Herzen, immer in dem Bewusstsein, dass sie ihn töten kann. Sie müssen deshalb dabei immer der beste sein und sprechen von kalkuliertem Risiko. Im besten Falle sind sie keine Wochenend-Krieger in ihren Sportarten, wie Menschen, die zum Beispiel fünf Tage die Woche im Büro arbeiten, und dann für zwei Tage die Schnellsten, die Stärksten, die Wagemutigsten sein wollen.

Aber manche dieser extremen, wagemutigen Sportmänner sind auch vorsichtiger geworden. Sie haben Freunde an ihre Extremsportarten verloren. Oder sie haben inzwischen Familie, Kinder. Und dann gehören Versprechen wie dieses zum Leben der Extremsportler: Die Dinge haben sich geändert. Unnötige Risiken sind Vergangenheit.

Von Daniel Grosse, Journalist aus Marburg

These:
„Maximales Sicherheitsdenken und viel Erfahrung sind die Grundvoraussetzungen für echten, ernsthaften Extremsport. Alles andere ist Funsport und Gaudi.“

Franz Bockrath:
„Am Risikosport lassen sich gesellschaftliche Veränderungen sehr gut ablesen.“

>>hr2: Das aktuelle Kulturgespräch mit Iris Hadbawnik
Zu Gast: Iris Hadbawnik, Autorin
Runter kommen nicht alle - Der Mythos Mount Everest
Bis vor 60 Jahren hatte der Mount Everest den Nimbus des unbesteigbaren Bergs. Was macht den Mythos dieses Bergs aus? Iris Hadbawnik hat Stimmen und Bilder zusammengetragen und wir fragen: "Ist es Sport oder Eigensinn, dort hoch zu gehen?"

29. Mai 2013

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>>derstandard.at: Mythos Everest: Ein Berg wird erobert
Rezension | Thomas Hirner, 22. Mai 2013

Von Gipfelstürmern, Rekordjägern und skurrilen Geschichten rund um "das Dach der Welt" zum 60-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung

"Weil er da ist!", sagte einst der Engländer George Mallory, der 1924 am Mount Everest ums Leben kam auf die Frage, warum er den höchsten Berg der Welt besteigen wolle. 60 Jahre ist es nun her, dass Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen überhaupt den "Chomolungma" (Tibetisch für "Mutter des Universums") oder "Sagarmatha" (Nepali, "Stirn des Himmels") bestiegen haben. Auch heute noch übt der Berg eine geradezu magische Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt aus.

In einem opulent bebilderten Buch namens "Mythos Mount Everest - Ein Berg wird erobert" porträtiert Autorin Iris Hadbawnik Bergsteiger, die den Gipfel erreichten oder auch scheiterten. Sie sprach mit dem Steirer Helmut Linzbichler, dem ältesten Europäer, der je auf dem Everest stand. Sie beschreibt die Strapazen der Studers aus Vorarlberg, die es als erste Familie im zwölften Versuch nach ganz oben schafften.

Die höchste Erhebung der Welt ist aber nicht nur Ziel von Bergsteigern sondern wird auch von vielen anderen Sportlern und Rekordjägern anvisiert. Hadbawnik berichtet von Marathonläufen im Schatten des Berges, sie sprach mit einem Apnoetaucher, der am Fuße des Riesen den höchsten Freitauchgang der Welt absolvierte und berichtet von Snowboardern, Schwimmern, Radfahrern und Gleitschirmfliegern, die im Himalaya anzutreffen sind. Die Besteigungsgeschichte, außergewöhnliche Rekorde und auch der Tod am Berg sind Themen des an Geschichten abwechslungsreichen Buches.

Im Vorwort beschreibt Kurt Diemberger seine Everest-Gipfeleindrücke: "Ich vergaß alles! Es war, als stünde ich plötzlich über einer ungeheuren Brandung, die von der fernen Shisha Pangma Gipfel an Gipfel über der braunen Hochebene von Westen heranrollte und weit, weit hinaus nach Osten ging, wo sie am Kangchenjunga den Horizont berührte". Diemberger, der "Kameramann der Achttausender", hat zwei Achttausender erstbestiegen (1957: Broad Peak, 8051m und 1960: Dhaulagiri, 8167m) und stand 1978 selbst am "Dach der Welt".

Hadbawnik, die als freiberufliche Marketingberaterin, Autorin und Lauftrainerin in Frankfurt/Main lebt, an zahlreichen Marathonläufen teilgenommen hat und auch zweimal den Ironman bewältigte, machte sich im Zuge einer Trekkingtour zu den hohen Bergen des Himalaya selbst ein Bild von der Magie des Berges. "Extreme Kälte, extreme Entbehrungen und eine extreme Höhe, die meinem Körper mehr zusetzte, als ich es mir je hätte vorstellen können, waren auf dieser Reise unsere ständigen Begleiter", schreibt sie über ihre Erfahrungen. Auf 4.743 m Höhe musste sie wegen Herzrasens, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit das anvisierte Ziel Everest-Basislager (5.300 m) der Vernunft opfern. "Erholsamer Luxusurlaub sieht anders aus" und doch fühlte sie sich nach der Rückkehr nach Deutschland "fehl am Platz", als sie an ihrem Schreibtisch sitzend "die Welt da draußen" via Computer verfolgte. (Thomas Hirner, derStandard.at, 22.5.2013)

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>>Laufmagazin SPIRIDON 6/2013: Everest-Historien

Auf den ersten Blick nur ein weiteres Buch zum Thema Mount Everest, ein Werk für Bergsteiger, Bergfans und Abenteurer. Zwischen Bergsteigerei und Laufsport gibt es zwar Schnittmengen, dennoch ist nicht jedes Bergbuch für Läufer interessant. Dieses hier schon. Denn es wird nicht nur von Gipfelstürmern berichtet, sondern von allen Sportlern, die sich im Everest-Gebiet tummeln. Da sind überraschenderweise auch Snowboarder und Radfahrer (!), Apnoetaucher, Gleitschirmflieger – und Läufer. Die treibt es zwar nicht auf die Spitze, aber am Fuß des Berges gibt es eine Reihe Wettbewerbe, denen ein ganze Kapitel gewidmet ist. Insbesondere der „Tenzing Hillary Everest Marathon (THEM)“, der alljährlich an Tenzing Norgays Geburtstag (29. Mai) stattfindet, wird vorgestellt. Der Start dieses Laufes befindet sich im Basislager auf 5.364 m Höhe. Mit dem Sherpa Dawa Dachhiri kommt auch ein erfahrener Ultratrail-Läufer zu Wort. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich intensiv mit Helmut Linzbichler, SPIRIDON-Lesern als Autor zahlreicher Berichte bestens bekannt. Linzbichler ist nicht nur den Everest-Marathon gelaufen, als 71-Jähriger ist er der bislang älteste Europäer, der auf dem Gipfel stand.

In erster Linie geht es in diesem Buch natürlich um die Wege zum Gipfel, die Geschichte der Besteigung, um Helden und tragische Figuren, um die Frage Sauerstoff oder ohne Sauerstoff, um Routen, Rekorde, Zahlen und Fakten. Zum Glück werden auch die negativen Aspekte nicht ausgespart: Die Gefahren, die Müllberge, der Massentourismus. Natürlich hat der Mythos seine Schattenseiten. Vermutlich macht das aber auch einen Teil seiner Faszination aus. Hadbawniks Buch beleuchtet viele Aspekte, nicht allzu ermüdend in die Tiefe gehend, aber alles andere als oberflächlich. Das Buch besticht aber auch durch zum Teil ganz ausgezeichnete, geradezu aufregende Fotos. Es ist nahezu unmöglich beim Durchblättern nicht mit einem „Boah!“ auf den Lippen hängenzubleiben. Ein Buch, das Ausdauersport- und Naturfreunden auf jeden Fall gefallen wird.

Die Autorin ist selbst Berg- und Marathonläuferin sowie Ironwoman. Sie hat im gleichen Verlag 2011 bereits das Buch „Bis ans Limit – und darüber hinaus“ veröffentlicht.

Von Udo Möller

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>>alpinwelt: Buchvorstellung von Mythos Mount Everest
Buchvorstellung von "Mythos Mount Everest" in der Alpinwelt 2/2013

Link zum Artikel: http://www.davplus.de/uploads/images/SZuIiMPlODOXMYiswkPWbg/aw2_13_medien_054_055.pdf

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>>br.de: PAPER ON TOP Neue Bücherberge rund um den Everest
60 Jahre – und kein Ende. Obwohl es ja ein eher ung’rades Jubiläum ist, die Erstbesteigung des Mount Everest vor 60 Jahren, steht der höchste Berg der Welt in diesem Jahr im Mittelpunkt der alpinen Aufmerksamkeit.

Mythos Mount Everest - Ein Berg wird erobert

Autorin: Iris Hadbawnik
Preis: € 19,90
ISBN: 978-3730700075
Verlag: Die Werkstatt

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>>auf-den-berg.deMythos Mount Everest – Ein Berg wird erobert

Bergbuch: Iris Hadbawnik – Mythos Mount Everest – Ein Berg wird erobert

Vor 60 Jahren, am 29.5.1953 standen Edmund Hillary und Tenzing Norgay auf dem Gipfel des Mount Everest. Der höchste Berg der Welt war bestiegen. Passend zum Jubiläum der Besteigung des “dritten Pols” hat Iris Hadbawnik ein Buch über den Mount Everest und seine Besteiger geschrieben.

Interessant ist hierbei, dass Iris Hadbawnik, die mir das Buch zur Vefügung gestellt hat, selbst keine Bergsteigerin ist. Als Marathonläuferin und Trailrunnerin hat sie an zahlreichen Ultraläufen, wie dem Ironman, teilgenommen. Darunter auch Bergläufe auf die Zugspitze und den Mont Blanc. Damit nimmt sie sich des Themas aus der Sicht einer Extremsportlerin an, aber aus einer anderen Perspektive als es ein Extrembergsteiger machen würde.

Nach dem Vorwort zum Buch, von keinem geringeren als Kurt Diemberger geschreiben, nimmt sie sich zunächst die Behauptung vor, eine Besteigung des Mount Everst wäre inzwischen banal, weil es durch organisierte Besteigungen und die Hilfe der Sherpas sowieso fast jeder auf den Gipfel schafft. Sie zieht hierzu Vergleiche: Ist es banal, einen Marathon zu laufen, nur weil es viele Tausende Läufer jährlich schaffen? Oder einen Ironman? Viele schaffen es, aber ist es dadurch alltäglich geworden?

Diese Einschätzung der Leistung resultiert natürlich aus ihrem Leben als Extremsportlerin, aber sicher auch aus ihrer persönlichen Erfahrung im Himalaya. Beim Trekking zum Basislager des Everest bekam sie die Auswirkungen der Höhe zu spüren und musste aus gesundheitlichen Gründen umkehren, bevor sie das Basislager erreicht hatte.

Das erste große Kapitel des Buches befasst sich mit der “Faszination Mount Everest” und mit seinen Gefahren. Warum nehmen Menschen die Strapazen und Gefahren einer Bestigung des höchsten Berges der Welt auf sich? Wie wirken sich Höhenkrankheit, fehlende Konstitution oder bergsteigerische Fähigkeiten auf die Besteiger aus? Dazu interviewt sie Russel Brice, der ein Expeditionsunternehmen leitet, und Michael Nehls, Arzt und Sportler, der sich mit der Höhenkrankheit befasst.

Weiter umfasst das Kapitel einen Artikel über die Sherpas, für die der Tourismus und die Besteigungen eine wichtige Einnahmequelle in der sonst sehr armen Region darstellen. Sie sehen sich oft aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, die Gefahren der Besteigung auf sich zu nehmen, um das Einkommen der Familie zu sichern.

Im zweiten Kapitel “Warum ausgerechnet Everest” geht es um die vergeblichen und die erfolgreichen Versuche der Erstbesteigung des Mount Everest. Beginnend mit dem tödlich geendeten Versuch der Briten George Leigh Mallory und Andrew Irvine über die Versuche von Maurice Wilson, den Everest mit dem Flugzeug zu erobern, führt das Kapitel zu erfolgreichen Besteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay.

abei stehen, was das Buch von anderen Bergbüchern unterscheidet, weniger die Besteigungen selbst im Vordergrund. Iris Hadbawnik stellt die Bergsteiger in den Mittelpunkt. Sie beschreibt auf wenigen Seiten die Vorgeschichte der Bergsteiger und zeigt damit die Motivation, warum sie sich entschieden haben, Strapazen, Verletzungen und den möglichen Tod in Kauf zu nehmen, um den Everest zu besteigen.

Mehrere Exkurse befassen sich mit der Rolle der Sherpas und mit Jochen Hemmleb, der die Leiche von George Mallory gefunden hat. Jochen Hemmleb hat mehrere Bücher über den Mount Everest geschrieben. Auch in diesen Exkursen erfahren wir als Leser, wie Jochen Hemmleb zum Bergsteigen kam, was sein persönliche Motivation hierfür war. Sehr interessant und berührend.

Weitere Artikel befassen sich mit den ersten Frauen auf dem Everest, dem ersten Deutschen und der weiterhin andauernden Diskussion, ob die Benutzung von Flaschensauerstoff legitim ist oder dessen Nutzung womöglich sogar verboten werden sollte.

Das Kapitel “Rekordberg Everest – Rekordjägern auf der Spur” fand ich erst etwas suspekt, habe ich doch “schneller, höher, weiter, erster”-Artikel erwartet, zumal auf dem Eingangsfoto des Artikels ausgerechnet die “Kronen-Zeitung”, das österreichische Pendant zur “Bild” abgebildet war. Aber zum Glück war es nicht so.

Ob es um Radfahrer auf dem Everest geht, Altersrekorde oder die erste Gipfelbesteigung eines Blinden: Immer steht die Geschichte der Person im Vordergrund, nicht die Rekordjagd. Und so zeigt es sich auch hier, dass die Motivation meistens nicht ist, “der Erste” zu sein, sondern dass die Motivation, den Everest zu besteigen, aus dem Vorleben der Person herrührt und wohlüberlegt ist.

Ebenfalls sehr persönliche Geschichten liest man unter “Besteigungen heute“: Die schier unglaubliche Geschichte der österreichischen Familie Studer, die im zwölften(!) Versuch auf dem Gipfel stand. Billi Bierling, die Bergsteigerin ist, aber auch die Everest-Chronistin Miss Elizabeth Hawley unterstützt. Mit Jörg von de Fenn wird ein blinder Bergsteiger aus Berlin vogestellt.

Dass es nicht nur Bergsteiger in den Himalaya zieht, zeigt “Sportlerparadies Mount Everest“. Wenn einen Extremläuferin das Buch schreibt, verwundert es nicht, dass die Laufwettbewerbe, die teilweise im Basislager des Everest starten, einen breiten Raum einnehmen. Anschaulich werden die Wettbewerbe und die besonderen Bedingungen dieser Läufe, geschildert. Aber wer hätte gedacht, dass es auch Apnoe-Taucher, Eisschwimmer und Gleitschirmflieger in diese Region zieht?

Zum Abschluss des Buches werden noch die beiden klassischen Routen auf den Mount Everest, die Nordroute von Tibet aus und die Südroute von Nepal aus, mit ihren markanten und bekannte Punkten beschreiben. Eine praktische Hilfe, wenn man in anderen Büchern, die von Bergsteigern geschrieben wurden, von diesen Punkten liest.

Die hohen Kosten einer Besteigung und das für und wider kommerzieller Expeditionen werden noch einmal diskutiert. Hier kommt auch Russel Brice noch einmal zu Wort, der solche Expeditionen selbst organisiert. Ein Artikel über die mentalen Voraussetzungen, die zur erfolgreichen Besteigung des Everest notwendig sind leiten über zur letzen, wichtigen Frage: Was bleibt vom Mythos Everest?

Das Buch “Mythos Mount Everest“, erschienen im “Verlag Die Werkstatt” von Iris Hadbawnik hat mir ausgesprochen gut gefallen, vielleicht gerade weil es aus der üblichen Bergsteiger-Literatur heraussticht. Weil es eben nicht von einer Bergsteigerin geschrieben worden ist. Durch ihren Hintergrund als Extremläuferin hat meiner Ansicht nach Iris Hadbawlik einen ähnlichen Zugang zu den Herausforderungen, der in dem Buch immer wieder beschrieben wird: Welche Geschichte und Motivation haben die Menschen, den Berg zu besteigen? Ein sehr interessantes Bergbuch, das gut geschrieben viele Geschichten über den Mount Everest und die Menschen, die ihn bestiegen haben oder besteigen wollten, erzählt.

Von Ulrich Strelzing

21. Mai 2013

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>>Land der Berge 3/2013Mythos Mount Everest

Iris Hadbawnik porträtiert in diesem Buch Bergsteiger, die auf dem legendären Gipfel des Everest standen – oder an ihm scheiterten. Sie sprach mit ihnen über ihre ganz persönlichen Motive und die Aben­teuer, die sie am Berg erlebten. Zudem schildert die Autorin die spannende Besteigungsgeschichte und außergewöhnliche Rekorde. Außerdem zeigt sie, dass der Mount Everest nicht nur für Bergstei­ger Anziehungskraft besitzt: Auch Läufer, Radfahrer, Snowboarder, Schwimmer, Apnoetaucher und Gleitschirmflieger können dort ihre Träume leben. Das Resultat ist ein hochinteressanter Blick auf die Beweggründe und die Geisteshaltung von Extremsportlern oder solche, die es sein wollen.

>>androgon.com: Mythos Mount Everest

Am 29. Mai 2013 jährt sich die Erstbesteigung des Mount Everest zum 60. Mal. Grund genug, die Faszination eines Berges zu ergründen. Warum der Berg bis heute immer wieder die Menschen in seinen Bann zieht, ist nun in einem neuen Buch „Mythos Mount Everest“ erschienen!

Den Mount Everest zu bezwingen und auf dem “Dach der Welt” zu stehen, ist für viele Menschen ein Traum. Aber es sind nicht nur Profisportler, die der Berg anzieht. Auch Menschen im vorgerückten Alter, mit Handicap oder nach überstandenen Lebenskrisen wagen sich an diese Herausforderung. Was treibt sie an?

Iris Hadbawnik porträtiert in diesem Buch Bergsteiger, die auf dem legendären Gipfel standen – oder an ihm scheiterten. Sie sprach mit ihnen über ihre ganz persönlichen Motive und die Abenteuer, die sie am Berg erlebten. Zudem schildert die Autorin die spannende Besteigungsgeschichte, erklärt, wieso es auch heute noch zu zahlreichen Todesfällen am Mount Everest kommt, und berichtet von außergewöhnlichen Rekorden. Außerdem zeigt sie, dass der Mount Everest nicht nur für Bergsteiger Anziehungskraft besitzt: Auch Läufer, Radfahrer, Snowboarder, Schwimmer, Apnoetaucher und Gleitschirmflieger können dort ihre Träume leben.

Im Mai 2013 sind es 60 Jahre, dass Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen überhaupt den Mount Everest bestiegen. Auch heute noch zieht der 8.850 Meter hohe Berg Menschen aus aller Welt an – und nicht nur Profisportler. In ihrem opulent bebilderten Buch „Mythos Mount Everest“ porträtiert Autorin Iris Hadbawnik Bergsteiger, die auf dem legendären Gipfel standen – oder an ihm scheiterten. Da ist zum Beispiel eine Familie aus Österreich, die es erst im zwölften Versuch gemeinsam nach ganz oben schaffte. Oder eine Stuttgarterin, die nach überstandener Krebserkrankung ihren Traum vom Everest verwirklichte. Außerdem sprach die Autorin mit dem Österreicher Helmut Linzbichler, der mit 67 Jahren nicht nur der älteste Europäer ist, der je auf dem Everest stand. Er absolvierte außerdem direkt im Anschluss an seine erfolgreiche Besteigung den Tenzing Hillary Everest Marathon. Denn der Mount Everest ist nicht nur ein Paradies für Bergsteiger, auch andere Sportler kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch davon erzählt Hadbawnik. Sie berichtet von Marathon- und Ultraläufen im Schatten des Everest, traf einen Apnoetaucher, der in den Gokyo-Seen am Fuße des Everest den höchsten Freitauchgang der Welt absolvierte, und sprach mit Stefan Gatt aus Wien, der den Abstieg vom Gipfel mit dem Snowboard bewältigte. Sogar Schwimmer, Radfahrer und Gleitschirmflieger trifft man am Everest. Darüber hinaus wirft Hadbawnik einen Blick auf die spannende Besteigungsgeschichte, fragt, wieso es auch heute noch zu zahlreichen Todesfällen am Mount Everest kommt, und berichtet von außergewöhnlichen Rekorden. Abschließend gibt es noch praktische Informationen für alle, die selbst mit einer Everest-Besteigung liebäugeln.

Es gibt Orte auf der Welt, die einen besonderen Klang haben – der Mount Everest ist einer. Die Autorin Iris Hadbawnik beschreibt den Mythos „Mount Everest“ aus einer ganz anderen Sichtweise und zieht den Leser in einen besonderen Bann. Mit vielseitigen Informationen um und über den Berg, gibt das Buch einen wunderschönen Einblick auf das Bergsteigen und alles was dazu gehört. Interessante Porträts öffnen den Horizont und wecken die Sehnsucht nach neuen Eindrücken und die Herausforderungen durch Naturgewalten dieser gefährlichen Bergwelt.

11. Mai 2013

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>>abenteuer-ruhrpott.info: Mythos Mount Everest
Der Mount Everest ist das Mekka eines jeden begeisterten Bergsteigers, ob Amateur oder Profi. Auf dem höchsten Berg der Erde möchte man stehen. Er hat schon viele Geschichten geschrieben, bevor Hillary am 29. Mai 1953 um 11.30 Uhr. Zahlreiche Versuche scheiterten mehr oder weniger tragisch. Heute ist das nicht viel anders, nur dass ganze Gruppen von Bergsteigern versuchen den Gipfel zu erreichen.

Die Autorin Iris Hadbawnik ist selbst keine ambitionierte Bergsteigerin. Sie möchte mit diesem Buch aus der Sicht der sehnsuchtsvollen Betrachterin schildern, warum dieser Berg eine solche Faszination ausübt. Selbst hat sie es nicht einmal zum Base Camp am Everest geschafft. Sie musste krankheitsbedingt umkehren.

Andere Bergsteiger haben aber alle Anstrengungen unternommen, um auf dem Gipfel zu stehen, auch wenn ein Dutzend Versuche nötig waren. Viel sind gescheitert, könne aber noch froh sein, dass sie am Leben sind. In der Todeszone gibt es einige Regeln zu beachten, dazu gehört auch der rechtzeitige Abstieg. Im Zweifel kehrt man generell lieber um, auch wenn die Kosten für den Aufstieg zwischen 14.000 und 86.000 Euro betragen. Der Everest ist teuer.

Es gibt viele Menschen, die es versucht haben. Sogar Blinde standen oben. Man kann es auch mit dem Gleitschirm versuchen, nach unten zu segeln. Das Wetter muss stimmen. Das Snowboard eignet sich ebenfalls zum Abstieg. Selbst Schimmer und Taucher versuchen dort Höhenrekorde aufzustellen, was gesundheitlich gefährlich ist. Außerdem gibt es jedes Jahr einige Langstreckenläufe um den Evererst. Natürlich ist auch die Rekordjagd immer ein Thema. Wer war der schnellste über die Nord- oder Südroute? Wo liegen generell die Schwierigkeiten und Vorteile der unterschiedlichen Routen? Welche betagte Dame führt eigentlich Buch über die vielen Expeditionen?

Das Buch schildert begeistert die Faszination für das Dach der Welt. Dafür muss man nicht oben gewesen sein. Zahlreiche Portraits interessanter Menschen, deren Traum der Everest war und ist sind nachzulesen. Außerdem erfährt man viele Informationen, was für die Planung der Besteigung dringend nötig ist.

Ein spannendes Buch, auch für Nicht-Bergsteiger.

28. April 2013

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>> ekz: Mythos Mount Everest

Nach einem inspirierenden Nepaltrekking wollte die Marketingexpertin, Trainerin und Extremläuferin Hadbawnik (vgl. "Bis ans Limit - und darüber hinaus", ID-B 38/11) ergründen, was Menschen heute an einer Besteigung des Mt. Everest reizt und inwiefern die gängigen Medienvorurteile vom "Müllberg" oder "Dilletanten en gros" gerechtfertigt sind. Vorwürfe, die stereotyp durch die Medien geistern, selten relativiert und durch immer neue Massenrekorde genährt werden (vgl. auch "Der höchste Berg", in dieser Nr.). Die Autorin hinter- und befragt und sie vermeidet die eher einseitige Sicht einer Bergelite. Sie konzentriert sich stark auf weibliche Protagonisten, auf Exoten oder auf gebrochene Lebensläufe. Wo sich die Bände bekannter Berggrößen in Wehklagen und Details verlieren, herrscht hier angenehme Stringenz und ein Herz für Außenseiter. Nicht so episodenreich wie "Der höchste Berg", dafür klarer sortiert und eher für passionierte Extremsportler und Allgemeininteressierte geeignet. Reich illustriert und hinsichtlich des Layouts ansprechend aufgemacht.

Robert Elstner

>> Rezension auf Amazon.de: Leselust einer Nichtbergsteigerin
Nach diesem Buch packt mich als Nicht-Bergsteiger die Lust mich viel mehr mit den Bergen zu beschäftigen! Harte Fakten, wundervolle Bilder und sehr gut recherchierten Details, dazu bewegende und rührende Geschichten machen dieses Buch aus! Ein Buch für Sportler und Nichtsportler und Menschen mit Begeisterung für die Natur. Was mich begeistert hat, war die Tatsache, dass dieses Buch Dinge erklärt und aufgreift, die ich als Nichtbergsteiger schon immer wissen wollte. Persönlich treibt mich dieses Buch nicht an, den Mount Everest je besteigen zu wollen, es gibt mir aber eine Idee, was Menschen motiviert, bewegt und vorantreibt bis an die Grenze zu gehen und das nicht nur beim Bergsteigen.

von PeBe

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>> Rezension auf Amazon.deMount Everest von einer ganz anderen Seite
Wieder mal hat es die Autorin Iris Hadbawnik geschafft, ein Buch aus einer ganz anderen Sichtweise zu schreiben.
Bücher über Besteigungen des Mount Everest, sowie Bildbände gibt es viele.
Iris Hadbawnik jedoch, zieht ihre Leserinnen und Leser in einen besonderen Bann,
wie bereits bei ihrem Buch, "Bis ans Limit und darüber hinaus".
Mit vielseitigen Informationen um und über den Berg, die Entstehungsgeschichte der Erstbesteigung, jegliche aufgestellten Rekorde, mit oder ohne Sauerstoff, ob jung oder alt, ob Profi, Amateure, Familien, oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, gibt das Buch einen wunderschönen Einblick auf den Sport Bergsteigen und alles, was dazu gehört.
Etliche interessante Porträts, öffnen einem den Horizont, und zeigt viele beachtliche Möglichkeiten im Gebirge Spaß zu haben.
Es macht Mut und weckt in mir die Abenteuerlust, das Flachland mal hinter mir zu lassen...
Eine tolle Hommage an den Berg der Berge !!!

Von owe

Außerdem von Iris Hadbawnik erschienen: Bis ans Limit - und darüber hinaus. Faszination Extremsport.

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